Von der Handwerkskammer Südwestfalen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Elektrische Anlagen sowie EMV, Blitzschutz -Systeme und Photovoltaik - Anlagen
VdS anerkannter Sachverständiger zum Prüfen elektrischer Anlagen nach der Feuerversicherungsklausel 3602
|
|
EMV in der Gebäudeinstallation Die elektromagnetische Verträglichkeit setzt in der heutigen modernen und hochtechnischen Zeit einen hohen Standard voraus. Die elektrischen Betriebsmittel, wie z.B. IT-Rechneranlagen, prozessorgesteuerte Automationen und elektronische Vorschaltgeräte und Schaltnetzteile sind sehr sensibel geworden und werden mit dem Fortschritt der heutigen Technik immer kleiner und störanfälliger gegen elektrische - und magnetische Felder. Verursacht durch induzierte und eingekoppelte Störquellen, wie z.B. Blitzentladungen, Überspannungen, hochfrequente Ableitströme, Schalthandlungen oder Netzrückwirkungen, sowie Netztransienten und Kommutierungen durch Umrichter gesteuerte Anlagen. In den heutigen Stromversorgungsnetzen kommt es immer häufiger zu Netzstörungen durch nicht lineare Verbraucher wie z.B. Schaltnetzteile, Frequenzumrichter, USV-Anlagen, elektronische Vorschaltgeräte und ähnliche Betriebsmittel sowie Wechselrichter bei Photovoltaik-Anlagen . Der Stromverlauf ist nicht mehr sinusförmig, sondern spitzförmig mit unterschiedlichen Frequenzen. Das heutige Ziel ist es in einer elektrotechnischen Anlage eine hohe Verfügbarkeit und Sicherheit zu erreichen, denn ein Ausfall einer EDV-Anlage oder einer Produktionsmaschine kann sehr hohe Kosten hervorrufen. Immer häufiger kommt es in TNC-Netzsystemen zu Störungen durch vagabundierende Ströme sowie Ableitströme und Netztransienten. Diese vagabundierenden Ströme, verursacht durch die verpente Elektroinstallation, d.h. die Zusammenführung von Neutralleiter(früher Null-Leiter) und PE-Leiter in einer Ader. Früher war diese Konstellation ein Standard in der Elektroinstallation, heutztage eine störende Maßnahme. Auch Netztransienten (Überspannungen) führen immer häufiger zu Ausfällen der Elektronik in Niederspannungsanlagen. Sehr betroffen sind EVG`s, Schaltnetzteile, PC-Systeme und Netzwerkkomponenten. erzeugt durch Schalthandlungen, Blitzentladungen, Ableitströme, Erdschlüsse, Kurzschlüsse, Oberschwingungen und Rundsteuersignale.
Chancen und Risiken bei Photovoltaikanlagen Sobald das Frühjahr, der Sommer und die sonnigen Tage kommen freut sich wieder jeder Photovoltaikanlagenbetreiber über einen guten Ertrag und die dementsprechende Vergütung. Doch leider sieht die Wirklichkeit bei vielen PV-Anlagen anders aus, als erwartet.
Photovoltaikanlagen sollten deshalb im Vorfeld gut geplant werden, Verschattungen, wenn vorhanden, vermieden werden, die Anlagenkonzeption auf das Gebäude oder das Freifeld angepasst werden und nach Fertigstellung durch eine neutrale Person besichtigt werden. Ein wichtiger Punkt ist die Anlagendokumentation, wie sie in der DIN VDE 0126-23 beschrieben ist sowie die regelmäßige Wartung und die Überprüfung der Komponenten nach DIN VDE 0105, Betriebssicherheitsverordnung und Maschinenrichtlinie. Weiterhin sollten Photovoltaikanlagen vor Ablauf der Garantiezeit noch einmal besichtigt und geprüft werden, ob diese noch einwandfrei funktionieren und die Schutzmaßnahmen erfüllt sind. Nur so kann die Anlagenverfügbarkeit für einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen sichergestellt werden.
Weitere Informationen zu den Themen im Download-Bereich
|